Mein erstes und vermutlich nicht letzte 24 h Rennen als Einzelfahrer

ist für mich erfolgreich zu Ende gegangen.

 

Nach dem Aufbau des Fahrerlagers und den letzten noch etwas hektischen Vorbereitungen, rollte ich zum Start. Um 12.00 Uhr fiel der Startschuss und wie erwartet war das Anfangstempo sehr hoch.

 

Ich konnte 6 Runden ( a' 21,5 km ) mit den Staffelfahrern mitgehen und ließ dann etwas nach, um mich nicht am Anfang schon buchstäblich zu verheizen. Die Hitze war nämlich enorm und ich brauchte eine Flasche pro Runde zu trinken. ( erst in der 12. Stunde musste ich austreten ! ) Zu Beginn reihte ich mich auf Rang 14 ein. Um ca. 

18.oo Uhr zeigte mir mein Tacho immer noch einen Schnitt von 37 km/h an. Und so sehnte ich mich schon nach den Abend- und Nachtstunden wo es kühler wurde und ich meinen Rhythmus fahren konnte. Inzwischen kämpfte ich mich schon auf Rang 9 vor. Um ca. 20.00 Uhr wurde mein Rhythmus durch eine Reifenpanne gestört. Toni B. S. brachte mir seinen Hinterreifen und ich konnte die Fahrt nach ca. 7 ( aber für mich gefühlte 20 min. ) fortsetzten. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein kleines Tief. Um 9 Uhr Abends machte ich ca. 5 Min. Pause, um eine Frittatensuppe zu essen und den Helm mit dem Licht zu tauschen. Jetzt wurde es kühler, aber der Wind wurde stärker und Gewitterwolken zogen auf. Um 1 Uhr Nachts ging dann ein Wolkenbruch nieder. Durch die Nässe, schlechte Sicht durch die Dunkelheit und teilweise schlechten Strassen,( bei der Abfahrt nach Schallerbach), war ein sehr konzentriertes fahren nötig. Durch die Nässe fiel auch noch bei 420 km mein Tacho aus, wodurch mir eine Ablenkung wegfiel. Ich motivierte bisher mich mit 100 km Schritten. Ab jetzt motivierte ich mit Runden- und Stundenzählen. In der Nacht konnte ich mich bis auf Rang 4 vorarbeiten. Um ca. 3.3o Uhr war die Strecke wieder aufgetrocknet und ich kam zur 2. und letzten längeren (4 Min. ) Pause herein und wechselte die Hose und Gerhard tauschte mir wieder das Hinterrad ( wo er in der Nacht noch den Schlauchreifen wechselte ) aus.

 

Am Morgen als es dämmerte, glaubte ich neue Kräfte zu bekommen. Doch im Gegenteil, ich spulte etwas kraftlos mein Runden ab. So fiel ich wieder auf den

7. Platz zurück. Nach ein paar Runden fing ich mich wieder und auch Gerhard

( der zum 2. mal kam ) , Thomas , Toni und Anita die gekommen waren, um mich anzufeuern, motivierten mich ungemein. Ich fühlte mich wieder besser und so schob ich mich auf den 6. Platz vor. 3 Runden vor Schluss lag der Fünftplazierte nur mehr 5 Minuten ( meine Crew informierte mich vorsätzlich falsch und sprach von einer Minute )vor mir. Das gab mir einen erneuten Schub. Ab jetzt nahm ich pro Runde 2 Powergels auf einmal ( die Wimmers u. Gerhard brachten uns noch Nachschub, weil es uns ausging ). Im Laufe des Rennes verbrauchte ich über 30. In der vorletzte Runde hatte ich ihn eingeholt. Ich konnte noch mit 2 Staffelfahrern mithalten und 4 Minuten Vorsprung holen.

 

Da ich 4 Min. vor 12 Uhr durchs Ziel fuhr, konnte ich noch eine Runde absolvieren. Ich wusste nicht, ob mein unmittelbarer Konkurrent auch noch eine Runde fahren konnte und mich verfolgte. So fuhr ich meine letzte Runde noch einmal Vollgas und konnte das Rennen glücklich mit 33 Runden 709,5 km 5841 Hm auf dem 5. Platz beenden.

 

Danke!!!!

Ich möchte mich bei all jenen bedanken die mir die Daumen drückten und mir das Beste wünschten.

 

Wichtig bei so einem Rennen sind nicht nur schnelle Beine, sondern noch wichtiger ist die Betreuung. Ich bedanke mich herzlich bei :

Birgit meiner Frau die 24h auf war und mich betreute und auch manch

lautes Wort von mir ertragen musste ........

Toni Berger-Schauer der die Konkurrenten mittels Internet im Auge behielt,mir gute Tipps und taktisch Anweisungen gab, bei meiner Panne schnell vor Ort war und uns das Zelt lieh.....

Birgit Berger- Schauer wo Pascal unser Sohn bestens aufgehoben war.........

Asen Gerhard und Petra die in der Nacht zur moralischen Unterstützung gekommen sind und zum 2. mal in der Früh wieder mit einem neuen Schlauchreifen kamen(den sie von Thomas holten und auch gleich montierten) mich mit neuen Powergel versorgten usw.

Rindtberger Thomas der mir die schnellen DEBELLO - Laufräder zur Verfügung stellte und mich auch am Sonntag noch Tatkräftig unterstützte....

Wimmer Anton u. Anita die mich auch noch mit Powergel über die letzten Stunden retteten und eine moralische Stütze waren......

meine Eltern u. Schwester die von 20.00 bis 01.00 da waren und mich kräftig anfeuerten ........

Danke auch an alle, die noch nach dem Rennen alles abbauten und in das Auto räumten.

 

Euer Werner